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Ideen zum Teich- und Filterbau

 

Meine Erfahrung dazu - laßt die Finger davon!!! Ist zwar eine billige Alternative, aber wenn die Folie an den Schnittstellen weiterreißt, dann ist das Maleur perfekt. Bei mir war es so, daß ich im Frühjahr beim Skimmeranschluss (zum Glück war es nicht der Bodenablauf) so einen Riß in der Folie bekam. Binnen weniger Stunden habe ich 40cm meines damaligen Teichniveaus verloren (fast 5m³). Am Anfang versucht man es ja noch mit dem Nachfüllen, und hofft das es nur eine kleine Undichtigkeit ist, aber so ein Riß ist ein schwerer Schaden in der Konstruktion. Wenn das Ganze beim Bodenablauf passiert, dann kann man zu seinen Fischen wahrscheinlich „lebewohl“ sagen. Daher meine dringende BITTE - spart nicht am falschen Fleck! Heutzutage bekommt man für ein paar Euros super Folienflsche in allen möglichen Größen! Diese sind einfach in der Anwendung und machen sich wirklich bezahlt. Auch wenn man z.B. so wie ich seine Filter selber baut, gehören diese Folienflansche zu der Standardausrüstung. Für runde Behälter bekommt man auch einen gekrümmten Folienflansch, der sich besser der Rundung des Behältnisses anpaßt. Rohre in Kunstoffbehälter mit irgendwelche Klebern oder Silikonen einzubauen hält nur kurz. Bei der kleinsten Bewegung entstehen undichte Stellen - und davon kann ich echt ein Lied singen!

 

Da ich wie die meisten anderen „Koiverrückten“ auch zu denen gehöre, die ihren Teich öfter als 1x gebaut haben, möchte ich auf dieser Seite meine bisherigen Erfahrungen schildern, bzw. auch einige Ideen und Pläne für mögliche Teiche - vor allem Koiteiche - geben. In den letzten Jahren hat sich auf dem Gebiet Teichbau sehr viel getan. Wurden früher häufig Teichanlagen aus Vollbeton gegossen, ist dieses Baumaterial heute kaum noch anzutreffen. Am häufigsten wird beim Teichbau wohl die übliche „Teichfolie“ zum Einsatz kommen. Aber auch GFK-Teiche oder neuerdings betonierte Teiche die mit Flüssigfolie bestrichen werden, findet man im modernen Teichbau. Über Vor– bzw. Nachteile der einzelnen Verfahren möchte ich hier nicht berichten, daß würde den Rahmen sprengen und jeder hat sicher hier seine ganz persönliche Meinung. Das billigste Abdichtungsmaterial im Teichbau ist allerdings nach wie vor die Teichfolie! Gerade bei den Bastlern sieht man hier oft die tollsten Ideen und Erfindungen wie man z.B. ein Rohr durch eine Folie führt. Zu Beginn meiner Teichbaukarriere habe ich auf Anraten eines „Experten“ auch meine Rohre durch eine Folie zu führen versucht. Dazu hat man aus einem Kanalrohr im Muffenstück die Dichtung entfernt, die Folie darüber gelegt und einen kreuzförmigen Einschnitt gemacht. Die entstehenden Folienlappen wurden in das innere des Muffenstückes gedrückt, und mit dem Einschieben eines Rohres fixiert. Ich habe mal versucht das Ganze bildlich darzustellen!

 

Eine häufige Frage von Leuten die vorhaben einen neuen Koiteich zu bauen ist:

„WORAUF SOLLTE MAN BEIM BAU ACHTEN?“

Hier gibt es fast immer die gleichen Antworten:

- Größe des Teiches (GROSS heißt nicht automatisch BESSER, es sollte immer eine ausgewogene Mischung aus Wasservolumen und finanziellem Rahmen sein, aber auch die Menge an Fischen die man pflegen möchte spielen dabei eine große Rolle)

- Lage des Teiches (immer in Hausnähe. Elektrische Anschlüsse und vor allem der Wasser– und Kanalanschluß sollte gleich von Anfang an berücksichtigt werden. Nach Möglichkeit sollte man bei der Planung auch auf die Sonneneinstrahlung, bzw. die Windrichtung denken!)

- Filteranlagen sollten beim Neubau meines Erachtens eigentlich ausschließlich im „Schwerkraftprinzip“ gebaut werden, daß heißt das der Filter auf Teichniveau eingegraben wird, und die Pumpe am Ende des Filters im sauberen Wasser steht!

- Bodenabläufe und Skimmer im Vorhinein miteinplanen - viele werden bestätigen daß es einer der größten Fehler ist den man machen kann, wenn man beim Bau auf Bodenablauf und Skimmer verzichtet!

- Aufwand fürs Reinigen des Teiches so gering wie möglich halten, auch hier kann man durch geschickte Überlegungen im voraus schon viel an Arbeit einsparen.

- Form des Teiches. Möglichst keine strömungsfreien Zonen im Teich um „Gammelecken“ beim Bau bereits zu vermeiden. Außerdem kann die Form auch einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, ob ein Teich im Winter einmal leicht Abzudecken - also zu isolieren - ist oder nicht. Hier eignen sich strenge Formen (z.B. Rechteck oder Quadrat) besonders gut.

- Und in letzter Zeit gebe ich auch immer den Rat, sich beim Koiteichbau zumindest eine kleine Stelle einzuplanen, von wo aus man die Koi im Sitzen füttern kann. Leider wird man älter, und irgendwann macht es eigentlich keinen Spaß mehr auf den Knien herumzurutschen um seine Lieblinge aus der Hand zu füttern. Daher mein Tip, eine Stelle im Teich so bauen, daß eine kleine ca. 50cm Hohe Mauer entsteht.

 

Leider habe ich bei meinem Teich, die Möglichkeit einen Zugschieber vom Bodenablauf direkt zum Kanal einzubauen auch nicht genützt. Dieses Versäumnis ärgert mich sehr, und ich bin am überlegen ob ich das nicht bei der erstbesten Gelegenheit ändere. Im Laufe der Zeit verschlammen die Rohre vom Bodenablauf zum Filter. Wer nicht genug Höhenunterschied zwischen Wasserlinie und Filtereinlauf hat - ich denke da mal an mindestens 1m - dem würde ich empfehlen so wie oben im Bild gezeigt einen zusätzlichen Schieber direkt zum Kanal zu installieren. Allerdings würde ich ihn keinesfalls im selben Niveau wie den Bodenablauf anbringen. Man hat schon von Fällen gehört, wo so ein Schieber zu schließen vergessen wurde, oder auf Grund eines technischen Gebrechens undicht wurde. Die Folge war, daß der gesamte Teichinhalt in den Kanal gespült wurde und die Fische verendeten. Daher den Kanalschieber immer etwas höher als die Bodenabläufe anbringen. Dadurch wird sichergestellt das im Teich immer ein Restniveau an Wasser verbleibt (z.B. 50cm Wasserstand). Durch den enormen Druck der auf der Leitung ist, werden nahezu alle Rückstände aus den Rohrleitungen direkt in den Kanal gespült. Worauf man achten sollte: wenn die Leitung nach dem Zugschieber leer ist, drücken auf der Teichseite etliche Tonnen Wasser auf den Schieber. Daher würde ich eventuell anstatt Schiebern besser Kugelhähne verwenden! Da ist die Gefahr nicht so groß, daß man sie nicht mehr öffnen kann.

Ich habe ganz bewußt eine Ovale Form des Teiches gewählt, da diese häufig gebaut wird. Meiner Meinung sollte das eigentliche Becken, also der Schwimmbereich der Koi immer eine kreisrunde oder ovale Form haben. Was man außen herum macht, bzw. wie man den Rand dann gestaltet ist eigentlich reine Geschmacksache. Aber wie gesagt, einfache Formen bringen Vorteile wenn man den Teich im Winter mit einer Konstruktion abdecken will. Manche Teichbesitzer stellen im Winter Folienzelte auf oder es werden richtige hölzerne Dachkonstruktionen gebaut. Wer solche Winterabdeckungen in Erwägung zieht, ist mit einfachen Formen sicher am Besten beraten.

Ein weiteres Thema ist die Umwälzrate am Koiteich. Sprach man vor 10 Jahren davon, daß der gesamte Teichinhalt alle 2-3 Stunden durch den Filter fließen soll, so sprechen heute manche davon in einer Stunde 2 mal den gesamten Teichinhalt zu filtern. Aus eigener Erfahrung kann ich berichten, daß zu geringe Umwälzraten am Teich Probleme verursachen können, vor allem wenn es sich um einen Koiteich handelt. Unter zu geringer Umwälzrate verstehe ich aber alle Werte die größer als alle 2 Stunden sind. Was natürlich stimmt ist, daß bei kürzeren Umwälzraten im Teich weniger Schmutzpartikel sich absetzen können und auch die Leitungen vom und zum Teich sauberer bleiben. Außerdem ist der Koi ja eigentlich ein Flußkarpfen und liebt daher Strömung. Es gibt Koiteiche die in Form eines großen Bachlaufes angelegt wurden, solche Teiche findet man allerdings nur ganz selten in Europa. Andererseits stellen große Umwälzraten auch eine nicht zu unterschätzende hydraulische Belastung für den Filter dar, d.h. es muß eine Unmenge an Wasser durch den gesamten Filter. Daraus resultierend entstehen manchmal Filteranlagen, die vom Volumen her supertolle Koiteiche wären. Im Gegensatz dazu versprechen aber Filterhersteller, daß sie einen Koiteich mit einem Beadfilter der nicht einmal 1000Liter Volumen hat, biologisch ausreichend filtern können. Da stellt sich für mich die Frage der Sinnhaftigkeit solcher „Riesenfilter“. Nur einen großen Filter wegen hoher Umwälzraten? Gäbe es da nicht eine andere Lösung? Sind 5000 Liter „Frischwasser“ pro Stunde für einen Koiteich mit 25m³ Volumen nicht genug? Das würde heißen, daß die Koi alle 5 Stunden das gesamte Teichwasser in biologisch super aufbereiteter Qualität erhalten. Trotzdem sollte man hohe Umwälzraten haben, um den Grobschmutz aus dem Teich sofort zu entfernen.

 

Meine Lösungsvorschläge:

 

Erklärung zu Vorschlag 1:

Bei dieser Filteranordnung wird ein Teil des grob vorgereinigten Wassers an der Biologie vorbeigeleitet und direkt in die Pumpenkammer eingespeist. Der Vorteil dabei ist, daß man hohe Umwälzraten haben kann, ohne daß man einen großen biologischen Filterteil einbauen muß. Mann kann z.B. die gesamte Umwälzrate einfach halbieren, also die Hälfte durch die Biologie, die zweite Hälfte außen rum. Dies spart Kosten und vor allem auch Reinigungsaufwand - Filteranlagen die nicht vorhanden sind, müssen nicht gewartet werden. Zusätzlich hätte man so auch die Möglichkeit, bei einer medikamentösen Behandlung des Teiches den biologischen Filterteil zu umfahren, und die wertvollen Bakterien am Leben zu erhalten. Mechanisch würde der Teich trotzdem gereinigt werden!

 

Erklärung zu Vorschlag 2:

Bei dieser Filteranordnung steht eine 2. Pumpe bereits in der Vorabscheidung. Der Vorteil dabei ist, daß man wie bei Vorschlag 1 hohe Umwälzraten haben kann, ohne daß man einen großen biologischen Filterteil einbauen muß. Mann kann z.B. die gesamte Umwälzrate einfach halbieren, also die Hälfte durch die Biologie, die zweite Hälfte bereits aus der Vorfilterung zurück zum Teich. Dies spart Kosten und vor allem auch Reinigungsaufwand - Filteranlagen die nicht vorhanden sind, müssen nicht gewartet werden. Zusätzlich hätte man so auch die Möglichkeit, bei einer medikamentösen Behandlung des Teiches den biologischen Filterteil einfach wegzulassen, und die wertvollen Bakterien am Leben zu erhalten. Mechanisch würde der Teich trotzdem gereinigt werden! Ein weiterer Vorteil ist, daß 2 Pumpen eine zusätzliche Sicherheit darstellen. Geht eine einmal kaputt, hat man immer noch die Zweite zur Verfügung!

Diese Skizzen sind nur Vorschläge, wie man es machen könnte. Die Trommelfilter stehen dabei lediglich als Symbol für die Vorreinigung. Genausogut könnte man einen Vortex einzeichnen oder einen Sieb– oder Fließfilter. Auf alle Fälle bin ich der Meinung, daß die meisten biologischen Filter völlig überdimensioniert werden. So mancher Koiliebhaber hat einen größeren biologischen Filter als so mancher Koizüchter in Japan in seinen Hälterungen. Der Unterschied ist, daß bei Züchtern oder Händlern 100erte Koi auf engstem Raum schwimmen.

 

 

 

 

 

© by Roland Oberbauer